---
title: "St. Martini zu Halberstadt"
url: "https://www.brockenbande.de/poi/st-martini-zu-halberstadt"
description: "Obwohl Halberstadt mehrere Kirchen hat, die die Silhouette der Stadt prägen, sticht St. Martini dabei sofort heraus. Der Grund dafür sind die Türme, die unterschiedlich hoch sind und durch einen Gang miteinander verbunden sind. Dies war wohl seit jeher ein prägendes Merkmal der Kirche, auch wenn man bis heute nicht genau weiß, warum die Türme nicht gleich hoch sind. Eine mögliche Erklärung bietet unter anderem die ursprüngliche Nutzung als Feuerwachtürme. Von oben benötigte man einen Rundumblick, um schnell auf mögliche Brände in der Stadt aufmerksam zu werden.Ebenfalls möglich erscheint die schlichte Tatsache, dass den Bauherren das Geld ausging, sodass der zweite Turm nicht weiter ausgebaut wurde. Dahinter verbirgt sich gleichsam eine Besonderheit, denn St. Martini wurde nicht im Auftrag des Klerus, sondern von wohlhabenden Bürgern der Stadt gebaut. Sie stellt damit den Gegenpart zum Halberstädter Dom dar, der vom Bischofssitz in Auftrag gegeben wurde.St. Martini wurde laut Quellen zwischen 1250 und 1350 erbaut, doch anhand von Mauerresten geht man davon aus, dass sich an der Stelle ein noch älterer Vorgängerbau befand. Im Zweiten Weltkrieg wurde St. Martini zu 80 Prozent zerstört, es blieben nur die Außenmauern der beiden Türme stehen.Dank einer Bürgerinitiative konnte die Kirche in den 1950er Jahren wieder aufgebaut werden und behielt danach ihre Aufgabe als „Bürgerkirche“ bei: Zur Wendezeit war die Kirche unter anderem ein Versammlungsraum des „Neuen Forums“ und ein Ausgangspunkt für die Friedliche Revolution.Von der Ausstattung her besticht St. Martini mit einem eindrucksvollen Barockaltar, einer Kanzel aus der Renaissance, einem Taufkessel aus der Hansezeit sowie dem Orgelprospekt von David Beck."
language: "de"
type: "Place"
image: "https://dam.destination.one/3253551/b7b2f512c86bf324c823576e9b354b90697dfa92199361e8a649a915d892409e/luftaufnahme-der-st-martini-halberstadt.jpg"
breadcrumb: "Root > Brockenbande > Special > Destination.Data Details > Poi"
---

Teilen

St. Martini zu Halberstadt
==========================

- Kirchen

Luftaufnahme der St. Martini Halberstadt

Außenansicht der St. Martini Halberstadt

Innenansicht der St. Martini Halberstadt

Die Kirche St. Martini ist eine der drei Hauptkirchen Halberstadts mit zwei ungleich hohen Türmen, die das Stadtbild prägen. Als Bürgerkirche schrieb sie Geschichte.

 Obwohl Halberstadt mehrere Kirchen hat, die die Silhouette der Stadt prägen, sticht St. Martini dabei sofort heraus. Der Grund dafür sind die Türme, die unterschiedlich hoch sind und durch einen Gang miteinander verbunden sind. Dies war wohl seit jeher ein prägendes Merkmal der Kirche, auch wenn man bis heute nicht genau weiß, warum die Türme nicht gleich hoch sind. Eine mögliche Erklärung bietet unter anderem die ursprüngliche Nutzung als Feuerwachtürme. Von oben benötigte man einen Rundumblick, um schnell auf mögliche Brände in der Stadt aufmerksam zu werden.

Ebenfalls möglich erscheint die schlichte Tatsache, dass den Bauherren das Geld ausging, sodass der zweite Turm nicht weiter ausgebaut wurde. Dahinter verbirgt sich gleichsam eine Besonderheit, denn St. Martini wurde nicht im Auftrag des Klerus, sondern von wohlhabenden Bürgern der Stadt gebaut. Sie stellt damit den Gegenpart zum Halberstädter Dom dar, der vom Bischofssitz in Auftrag gegeben wurde.

St. Martini wurde laut Quellen zwischen 1250 und 1350 erbaut, doch anhand von Mauerresten geht man davon aus, dass sich an der Stelle ein noch älterer Vorgängerbau befand. Im Zweiten Weltkrieg wurde St. Martini zu 80 Prozent zerstört, es blieben nur die Außenmauern der beiden Türme stehen.

Dank einer Bürgerinitiative konnte die Kirche in den 1950er Jahren wieder aufgebaut werden und behielt danach ihre Aufgabe als „Bürgerkirche“ bei: Zur Wendezeit war die Kirche unter anderem ein Versammlungsraum des „Neuen Forums“ und ein Ausgangspunkt für die Friedliche Revolution.

Von der Ausstattung her besticht St. Martini mit einem eindrucksvollen Barockaltar, einer Kanzel aus der Renaissance, einem Taufkessel aus der Hansezeit sowie dem Orgelprospekt von David Beck. 

Weiterlesen

Gut zu wissen
-------------

Öffnungszeiten

Die Martinikirche wird zur Zeit nur selten für Gottesdienste genutzt. 

Für Besucher steht sie aber in den Sommermonaten offen.

Besichtigung
Mai bis Oktober: täglich 11.00 bis 17.00 Uhr (ohne Gewähr)

Ruhetage: Dienstag, Mittwoch

Weiterlesen

Preisinformationen

Der Eintritt zu den Martini-Türmen beträgt an allen Terminen, wenn nicht anders am jeweiligen Termin angegeben, 4 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder ab 6 Jahren.

Weiterlesen

Autor:in

Harzer Tourismusverband e.V.Marktstraße 45

D-38640 Goslar

Organisation

Harzer Tourismusverband e.V.

Lizenz (Stammdaten)

4iMEDIA GmbH

In der Nähe
-----------

Auf der Karte anschauen

- Sehenswertes
    
    
    - Straße der Romanik
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    - Kirchen
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    - Museen/Sammlungen

Kontaktdaten

Martiniplan 1

38820 Halberstadt